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Diskussion über die Rolle der Bürgerkomitees zur Auflösung des MfS am 5. Dezember in Potsdam
Anfang Dezember 1989 trat die Friedliche Revolution in ihre zweite, entscheidende Phase. Die "STASI-raus!"-Rufe auf den Demos wurden immer lauter, die Situation drohte zu eskalieren. Jetzt stand die Machtfrage auf der Tagesordnung. Die Beseitigung der SED-Diktatur erforderte die Auflösung seines Garanten, des MfS. Wie formierten sich damals Bürger zu STASI-Auflösungs-Komitees? Wer waren die Initiatoren? Wie erfolgten Besetzung und Entwaffnung, aber auch die Sicherung des aktenkundigen STASI-Erbes? Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Auflösung lokaler STASI-Dienststellen im heutigen Land Brandenburg berichten Akteure verschiedener Bürgerkomitees am 5. Dezember um 18.00 Uhr in der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55.
Ausstellung "Museum der Wünsche" ab 27. November im HBPG Potsdam zu sehen
"Es war ein Fest" oder "Die Sorge um die Zukunft überwog": solche und ähnliche Aussagen drücken die Wünsche und Erwartungen vieler Menschen Ende 1989/ Anfang 1990 aus. Studierende der Universität Potsdam haben sich auf die Suche nach Zeitzeugen begeben, die 1989 Abiturienten, Auszubildende oder Studenten waren, und sie nach ihren Erinnerungen befragt. Entstanden sind Interviews, die eine sehr individuelle Rückschau auf die Monate des politischen Aufbruchs und auch des persönlichen Neuanfangs vermitteln. Diese Erinnerungen werden in der Sonderausstellung "Museum der Wünsche. Jugenderfahrungen 1989/90 - Private Utopien der friedlichen Revolution" im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam präsentiert. Die Schau beginnt zeitlich dort, wo das aktuelle Jubiläumsjahr thematisch zumeist endet, mit dem Mauerfall am 9. November 1989, und nimmt aus der Perspektive des privaten Lebens die politisch bewegenden Monate bis zur ersten und einzigen freien Volkskammerwahl in der DDR am 18. März 1990 in den Blick. Weitere Informationen, etwa zum Begleitprogramm, finden Sie hier.
Das 19. FilmFestival Cottbus zeigte in der Sektion Retrospektive "Zeiten der Wende 1989"
Mit einem neuen Besucherrekored ging das 19. FilmFestival Cottbus zu Ende. Ein Höhepunkt - neben der feierlichen Preisverleihung, bei der herausragende Darsteller und Regisseure honoriert wurden - war die Retrospektive "Zeiten der Wende". Sie zeigte den Umgang mit den gesellschaftlichen Umbrüchen im Vorfeld, während und im Nachgang der friedlichen Revolution 1989. Angefangen mit Raritäten aus der ostdeutschen Amateur- und Undergroundszene schlug die Filmreihe den Bogen bis zur Gegenwart, in der internationale Filmstudenten der HFF Potsdam in ganz persönlichen Filmen von "ihrem" Jahr 1989 erzählten. Unter dem Vorzeichen "Zeiten der Wende" stand auch das Kinder- und Jugendfilmprogramm. Mit Andreas Dresens Debüt "Stilles Land" und Sybille Schönemanns Dokumentation "Verriegelte Zeit", Peter Kahanes "Die Architekten" und Volker Koepps "Wittstock, Wittstock" wurde die DDR auch für Jugendliche greifbar. Im Kinderfilm wurde unter anderem körperliche Behinderung in der DDR thematisiert und die Verfilmung des Kinderbuchklassikers "Zirri, das Wolkenschaf" begeisterte sowohl Groß und Klein.
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