Die Dachmarke für kulturelle Vielfalt im Land Brandenburg

Hervorgehoben

Logo des Thenenjahres 2019 fontane.200/Spuren

Kulturland Brandenburg möchte den Brandenburgerinnen und Brandenburgern und ihren Gästen das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes näher bringen. Zu einem jährlich wechselnden Thema werden mit zahlreichen Partnern künstlerische und kulturelle Projekte an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Tourismus und kultureller Bildung konzipiert und organisiert. Das Themenjahr fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019 reiht sich als zentraler Baustein in die Landeskampagne fontane.200 ein.

Das Werk Theodor Fontanes ist untrennbar mit der brandenburgischen Landschaft, ihrer Geschichte und Kultur sowie mit der Mentalität ihrer Bewohner verbunden. In den unterschiedlichsten Regionen suchte der Dichter und Schriftsteller nach Spuren und hinterließ selbst Spuren. 

Das Jahr 2019 wird in Brandenburg anlässlich seines 200. Geburtstags ganz im Zeichen Theodor Fontanes stehen, der mit seinem erzählenden Werk und mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ die Identität des Landes nachhaltig geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt hat.
In seinem vielgestaltigen Werk widmet sich Fontane sowohl den epochalen Ereignissen als auch dem „Kleinleben“ des Alltags, er erzählt von den Umbrüchen der beginnenden Modernisierungs-epoche in der urbanen Gesellschaft und bleibt zugleich der ländlichen Region seiner Heimat verbunden. Er beschreibt mit bestechendem Realismus ein Panoptikum des 19. Jahrhunderts, dessen Motive in ihrer Aktualität bis in die heutige Zeit hineinreichen.

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Den 200. Geburtstag zum Anlass nehmend, möchte Kulturland Brandenburg das etablierte Bild von Autor und Werk kreativ in Frage stellen, liebgewordene Deutungstraditionen überprüfen und so den vermeintlich vertrauten Schriftsteller, Dichter, Journalisten und Kritiker Theodor Fontane neu entdecken. Das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2019 mit zahlreichen Projekten im ganzen Land, soll Fontane in einer neuen Vielstimmigkeit und jenseits eingeführter Lesarten zeigen.

Im Zentrum stehen Fontanes Erkundungsstrategien im Land Brandenburg. Welchen Spuren ist er mit seiner Arbeit nachgegangen und welche Spuren hat er selbst hinterlassen? Über die Suche nach seinen lokalen Quellen und Netzwerken soll der Blick geschärft werden für die Arbeitsweise Fontanes. In den „Wanderungen“ finden sich viele Geschichten aus der Mark, viele sind aber auch unerzählt geblieben. Kulturland Brandenburg hat dazu aufgefordert, Fontanes Methodik in die heutige Zeit zu tragen und die von ihm hinterlassenen weißen Flecken auf der Landkarte der Kulturlandschaft Brandenburg zu füllen.

Als ein Baustein der zentralen Landeskampagne fontane.200 reiht sich Kulturland Brandenburg in diesem Jahr neben der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin, der Ausstellung fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, dem Schülerbegleitprogramm „Dem Wort auf der Spur“ und dem Jugendprojekt „Word&Play“ ein. Desweiteren beteiligen sich die Universität Potsdam und das Theodor-Fontane-Archiv mit einem wissenschaftlichen sowie die Fontanestadt Neuruppin in Kooperation mit zahlreichen Partnern mit einem vielfältigen kulturellen Programm.

Eine Programmübersicht finden Sie bereits jetzt in unserem Tageskalender oder im Jahresprogramm fontane.200.

Kulturland Brandenburg fusionierte ab 01.01.2014 mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und firmiert seitdem unter »Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH«. Die Themenjahre unter der Marke ‘Kulturland Brandenburg’ wird es weiterhin geben, ebenso wie die intensive, fachliche Netzwerkarbeit sowie unser Engagement im Bereich der kulturellen Bildung.

Ihren Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und Kulturland Brandenburg finden Sie hier.

Den Corporate Governance Kodex 2014 können Sie hier als PDF lesen.

Theodor Fontane als Hitmaschine

Reinhard Repkes Club der toten Dichter hat Theodor Fontane neu vertont
und mit Katharina Franck direkt ins Schwarze getroffen.
»So und nicht anders«, am 20. September 2019, 20 Uhr im Waschhaus Potsdam

Reinhard Repkes Club der toten Dichter mit Katharina Franck, Foto: © Oliver Betke

„Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser“, schrieb die Journalistin Regine Buddeke einmal über Katharina Franck. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, in der Nähe von Neuruppin, dem Geburtsort Theodor Fontanes. In der „Grafschaft Ruppin“, in der die berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ihren Anfang nahmen.

Die erste Wanderung führte Fontane über das Wasser des Ruppiner Sees nach Wustrau. Am Wasser des Molchowsees in Alt Ruppin vertonte Reinhardt Repke, Gründer und Komponist des Clubs der toten Dichter, die ersten Gedichte Fontanes neu. Vor einigen Jahren waren Franck und Repke schon mit Rilke sehr erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Nun treffen sie sich wieder, zwischen all den Seen des Ruppiner Landes, um erneut miteinander zu arbeiten. Neben Katharina Franck (voc, git), werden die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer und der Bassist Markus Runzheimer das Quartett um Reinhardt Repke (voc, git) bilden.

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Katharina Franck ist Sängerin durch und durch. Ihr Selbstverständnis als Musikerin beschreibt Fontanes Gedicht „Auch ein Herzenstrost“ in den ersten Zeilen: „Mein Freund, du frägst, warum ich singe? Das ist mir eine Frage, das; Ich singe, nun, ich singe, singe – Mir macht einmal das Singen Spaß“.

Im Jubiläumsjahr 2019 geht Reinhardt Repkes Club der toten Dichter mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren, wie Effie Briest, Jenny Treibel, Grete Minde auf Tournee.  Das berühmte Gedicht “John Maynard“, die Maynard – Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, wird dabei sein. Und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, das beliebteste Gedicht der Deutschen, wie mal einer schrieb, hat seinen Platz im Programm.

Konzert »So und nicht anders. Theodor Fontane neu vertont«

Termin 20. September 2019, 20 Uhr
Ort Waschhaus Potsdam, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam
Eintritt ab 28 Euro

weitere Termine unter www.club-der-toten-dichter.de

Am 20. September spielen Reinhardt Repkes Club der toten Dichter und Katharina Franck im Waschhaus Potsdam. Tickets sind hier erhältlich.

Besuch beim Vater

Louis Henri Fontane im Fontanehaus Schiffmühle 
Eine neue Dauerausstellung in Bad Freienwalde
Eröffnung, 17. Mai 2019, 15 Uhr

Aquarell © Hans-Jürgen Malik

»Denn wie er ganz zuletzt war, so war er eigentlich«, schreibt Theodor Fontane über seinen Vater. Im Fontanehaus Schiffmühle verbrachte Louis Henri Fontane seine letzten 12 Lebensjahre. Hier hat ihn sein Sohn regelmäßig besucht und hier starb Louis Henri Fontane im Oktober 1867. Sein Grab befindet sich unweit des Hauses auf dem Neutornower Friedhof. Den letzten Besuch im Frühjahr 1867 beschreibt der Dichter anrührend in seinem Erinnerungsbuch »Meine Kinderjahre« – und setzt damit dem Vater, dem Ort und dem Haus ein literarisches Denkmal.
Seit 1998 steht das Fontanehaus Schiffmühle als Erinnerungsstätte allen Besucher*innen offen. Anlässlich des Fontanejahres 2019 wurden das Haus und die Ausstellung komplett neugestaltet. Behagliche Innenräume und der Bauerngarten laden zum Entdecken und Verweilen ein. Um es mit Fontane zu sagen:

»Lass uns hier eintreten, sagte mein Vater …«

Ausstellung »Besuch beim Vater. Louis Henri Fontane in Schiffmühle«

Eröffnung 17. Mai 2019, 15 Uhr
Laufzeit 18. Mai – 31. Oktober 2019
Öffnungszeiten Do + Fr 11 – 16 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Ort Fontanehaus Schiffmühle
Schiffmühle 3, 16259 Bad Freienwalde (Oder)

Theodor Fontane besuchte in Freienwalde aber nicht nur seinen Vater. Er widmete der Stadt auch ein eigenes Kapitel in seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«. Die Stadt dankt es dem märkischen Dichter mit vielen weiteren Höhepunkten im Fontanejahr 2019.

Warum eigentlich Fontane?

Die Fachhochschule Potsdam präsentiert das Ergebnis eines interdisziplinären Lehrprojektes
zur Visualisierung und Vermittlung von Literatur in Neuruppin

Neuruppin, 11. Mai bis 6. Juli 2019

Studierende der Fachhochschule Potsdam interpretieren Werke von Theodor Fontane, Foto: Albina Maks

Welche Jubiläen sind in unserer modernen Gesellschaft noch von Relevanz? Kultur- und Gestaltungsarbeit hat es häufig mit Daten und Jahrestag zu tun. Die Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten gehören mit zu den beliebtesten Gründen für eine Rückschau. Doch heute zeigt sich immer öfter, dass solche Feiern an der jüngeren Generation unbeachtet vorüberziehen. Was also anfangen mit Theodor Fontane anlässlich seines 200. Geburtstags?

In einem interdisziplinär angelegten Projekt des forschenden Lernens sind der Studiengang Kulturarbeit und der Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam über zwei Semester der Frage nachgegangen, was die Generation der heute Studierenden an dem Autor Fontane interessieren könnte, was sie an ihm relevant finden und warum es sich lohnen könnte, ihn zu lesen. Als Resultat haben die Studierenden zum Fontanejahr 2019 eigene Ansätze für seine Vermittlung entwickelt. Die Projekte stellen unterschiedliche Fragen an das Werk des Autors in drei Schwerpunkten: Wie haben sich das LESEN und die Bedürfnisse junger Leser*innen verändert und welche Formate können diesen gerecht werden? Wie werden die Rollenbilder und zwischenmenschlichen BEZIEHUNGEN bei Fontane verhandelt und wo werden Kontinuitäten bis in die heutige Zeit sichtbar? Welche Bedeutung hat HEIMAT bei Fontane?

Ausstellung »Warum eigentlich Fontane?«

Eröffnung 11. Mai 2019, 14 Uhr
Laufzeit 11. Mai – 6. Juli 2019
Uhrzeit Mi – Sa 12 – 18 Uhr
Eintritt frei

Ort Der Kiosk, Schinkelstraße, Ecke Karl-Marx-Straße, 16816 Fontanestadt Neuruppin

Im Anschluss zieht die Ausstellung weiter nach Potsdam und wird ab dem 11. Juli im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt.